Strache soll laut einem Ibiza-Hintermann 2.000 bis 3.000 Euro monatlich für das Handyspiel "Clash of Clans" ausgegeben haben. Das Geld soll laut M. von der FPÖ gekommen sein. Die Behauptung ging bereits 2015 beim Bundeskriminalamt ein.

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Das Mobile Game Clash of Clans hat den früheren Vizekanzler Heinz-Christian Strache offenbar intensiv beschäftigt. Der mittlerweile aus der Partei ausgeschlossene Ex-FPÖ-Chef soll monatlich 2.000 bis 3.000 Euro für den Free2Play-Titel ausgegeben haben – auf Parteikosten. Diese Behauptung ging zumindest am 27. März 2015 beim Bundeskriminalamt ein. Eingebracht wurde diese von Anwalt M., einem damaligen Vertrauten von Strache. Dieser soll am Ibiza-Video beteiligt gewesen sein.

"Süchtig nach Computerspiel"

Ein entsprechender Vermerk des Bundeskriminalamts liegt der "Kleinen Zeitung" vor. Darin ist die Rede davon, dass Strache "süchtig" nach Clash of Clans sei und dabei monatlich 2.000 bis 3.000 Euro "aus der Parteikasse" verspiele. Sein In-Game-Name soll "Heinrich" lauten. Ob Strache tatsächlich hinter dem Account steht, lässt sich nicht beantworten, da Entwickler Supercell keine Account-Suche erlaubt.

Mikrotransaktion "ein Versehen"

Zuvor hatte es bereits einen Bericht dazu gegeben, dass Strache Clash of Clans nutzte und dabei einen Einkauf per Parteikreditkarte getätigt habe. Bei dem Mobile Game ist es möglich, mit nur einer Zahlung 109 Euro auszugeben. Der Ex-FPÖ-Chef sprach damals von einem Versehen: Er habe die Mikrotransaktion tatsächlich tätigen wollen, nicht aber auf Parteikosten. So beteuert Strache, dass er das Geld retourniert und seine eigene Kreditkarte hinterlegt habe.

Clash of Clans

Worum es bei dem Spiel geht

Bei Clash of Clans geht es darum, ein Dorf aufzubauen und von diesem aus Angriffe auf andere Städte zu vollziehen. Das Game für iOS und Android ist eine Mischung aus Aufbaustrategie, Echtzeitstrategie und Tower-Defense. Finanziert wird das kostenlose Spiel des finnischen Entwicklers Supercell über Mikrotransaktionen, also die Zahlung von kleineren Beträgen. Dieses Bezahlelement steht schon länger in der Kritik. So können auf diesem Wege schnell hunderte bis tausende Euro zusammenkommen. (dk, 23.12.2019)