Dank der Netzverwaltung ICANN wird die .org-Registry nun doch nicht verkauft.

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Die Verwaltung der Top-Level-Domain .org wird nicht kommerzialisiert. Nach anhaltender Kritik hat der ICANN-Vorstand die Zustimmung verweigert. Rund einer Milliarde US-Dollar wurde dem gegenwärtigen Eigentümer ISOC (Internet Society) angeboten. Als potenzieller Käufer agierte die neu gegründete Investmentgesellschaft Ethos Capital, die mit der .org-Registry Geld verdienen wollte. Daraus wird aber nichts, was als Sieg für die Zivilgesellschaft verbucht werden kann.

"Im öffentlichen Interesse gehandelt"

Zuvor hatten rund 800 Organisationen und 25.000 Menschen gegen den Verkauf der Top-Level-Domain protestiert. Dieser hätte wohl eine Preiserhöhung mit sich gebracht, was besonders gemeinnützige Vereine getroffen hätte. Die private Netzverwaltung ICANN begründete ihre Entscheidung damit, dass man "folgerichtig und im öffentlichen Interesse gehandelt habe". Im Falle eines Verkaufs wäre es wohl zu einem "Ausverkauf" gekommen, wie Kritiker befürchteten. (red, 1.5.2020)