Uber steht in der Kritik.

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Uber hat sein E-Bike- und Scootergeschäft in den USA an den Konkurrenten Lime verkauft, dieses soll nun unter der Marke "Jump" fortgeführt werden. Unterdessen sind auf sozialen Medien Videos bei US-Recycling-Zentren aufgetaucht, die zeigen, wie die Fortbewegungsmittel zerstört werden.

Das Unternehmen begründet das mit Problemen bei der Wartung, der Haftung und möglichen Sicherheitsrisiken, wie die "BBC" berichtet. Zunächst ist das nur in den USA der Fall, europäische Standorte für "Jump" werden noch weiter regulär betrieben.


Kritik

Auf sozialen Medien haben die Inhalte für Ärger gesorgt. Der Vorwurf: Uber zerstöre komplett funktionale Räder und E-Scooter, anstatt sie beispielsweise Kindern zu spenden oder sie anderweitig wiederzuverwenden. Gerade aus Klimaperspektive handle es sich um sinnlosen Müll, der auf diese Weise geschaffen wird. Auch hätte man die Verwendung von elektronischen Rädern vorantreiben können, sagen Non-Profit-Organisationen.

Millioneninvestition in Lime

Uber hatte 2018 angekündigt, mehr Fokus auf E-Bikes und Scooter zu legen – entschied heuer aber, Jump an Lime weiterzugeben und dabei auch die Marke zu verkaufen. Teil des Deals war auch, 170 Millionen US-Dollar in Lime zu investieren. Das Start-Up gibt an, das Design von Uber zu präferieren und auf dieses künftig setzen zu wollen. (red, 1.6.2020)