Bisher waren nur drei ÖBB-Verbindungen täglich für AUA-Kunden buchbar, nun werden es zehnmal so viele.

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Wien/Schwechat – Wer aus Salzburg kommend mit der AUA von Wien abfliegen will, hat künftig deutlich mehr Möglichkeiten, die Bahnfahrt in seine Flugreise einzubinden. Denn die AUA bietet ab 20. Juli bis zu 31 Bahnverbindungen täglich als verlängerten Flug mit Flugnummer und garantierter Anschlussverbindung an. Die Flüge zwischen Salzburg und Wien werden im Gegenzug nicht mehr aufgenommen.

Bisher waren nur drei ÖBB-Verbindungen täglich als sogenannte "AI-Rail-Verbindung" für AUA-Kunden buchbar, nun werden es zehnmal so viele sein. Zwischen 5 und 20.30 Uhr werde damit künftig jede Stunde ein Railjet mit AUA-Flugnummer zwischen Salzburg und dem Flughafen Wien fahren, teilte die AUA am Donnerstag mit. Einen Testlauf habe es im vergangenen Jahr gegeben, als der Salzburger Flughafen für Pistenarbeiten gesperrt war. Die damals 30 täglichen Verbindungen seien gut angenommen worden.

Garantierter Anschluss

AUA-Kunden bekommen beim Buchen eine garantierte Anschlussverbindung, also im Fall einer Verspätung eine Umbuchung auf die nächste Reisemöglichkeit, egal ob die Weiterreise mit dem Flugzeug oder mit der Bahn erfolgt. Die AUA kauft ein Kontingent auf den Zügen und zahlt der ÖBB dafür eine entsprechende Gebühr, zu deren Höhe wollte die AUA nichts sagen.

"Die Weiterentwicklung einer kundenfreundlichen Mobilitätssteigerung ist sehr zu begrüßen und wichtig für Salzburg", sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) laut AUA-Aussendung zur neuen Situation. Nach dem Wegfall der Flugverbindung Salzburg–Wien müssten nun andere Mobilitätsformen einspringen, um eine gute Anbindung von Salzburg sicherzustellen.

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech ist zuversichtlich, dass viele Passagiere den AI-Rail aus Salzburg nutzen werden, um dann in Wien auf Fern- und Osteuropaflüge umzusteigen. ÖBB-Chef Andreas Matthä verweist darauf, dass "mit den zusätzlichen AI-Rail-Verbindungen die umweltfreundliche Anreise zum Flughafen Wien noch flexibler wird". (APA, 2.7.2020)