Die epidemiologischen Daten für Österreich werden auf dieser Seite täglich aktualisiert, sobald das Update des Katastrophenmanagements im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) veröffentlicht wird. Üblicherweise ist das zwischen 11 und 14 Uhr der Fall. Wöchentlich aktualisiert werden die Sterberaten (Donnerstag), die Testpositivraten und die effektive Reproduktionszahl (Freitagnachmittag).

Die Corona-Ampel

Im September 2020 wurde die Corona-Ampel mit dem Zweck eingeführt, Bezirke und Gemeinden in Risikostufen (Grün, Gelb, Orange, Rot) zu kategorisieren, um davon regionale Maßnahmen abhängig zu machen. Nachdem ab Oktober alle Bezirke durchgehend auf Rot standen und eigentlich qualifizierte Regionen trotz sinkender Inzidenzen nicht zurückgestuft wurden, setzte die zuständige Kommission die Bewertung ab 21. Jänner aus.

Am 4. Februar feierte die Ampel ein Comeback. Anhand neuer Bewertungskriterien nun nicht mehr die Bezirke bzw. Regionen eingestuft, sondern ganze Bundesländer. Zunächst wurde Wien, in der Folge auch Oberösterreich auf Orange geschaltet – Auswirkungen auf die geltenden Corona-Maßnahmen hat dies jedoch weiterhin keine.

Die Infektionen

Was besagen die Zahlen? Hier werden durchgehend bestätigte Infektionszahlen berichtet, also Fälle, in denen Personen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurden. Die Dunkelziffer, also die Zahl der Menschen, die sich tatsächlich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben, liegt aller Wahrscheinlichkeit nach über diesen bestätigten Infektionszahlen.

Österreichs Zahlen zu Verstorbenen und Genesenen stammen von der Website des Gesundheitsministeriums, die aktiven Fälle seit Mitte April aus Konsistenzgründen vom Dashboard des Ministeriums bzw. seit Übernahme des Dashboards durch die staatliche Ages im Oktober, die zu einem Zeitreihenbruch führte, aus einer täglichen OTS-Aussendung der aktuellen Zahlen durch das Innenministerium. Da die Daten der offiziellen Quellen mehr oder weniger stark voneinander abweichen, kann es etwa beim Wert der aktuell Infizierten zu mehreren Tausend Fällen Differenz zwischen unserer Darstellung und dem Dashboard kommen.

Hinweis: Die ungewöhnlich hohe Zahl am Donnerstag, 14.1., kommt durch Nachmeldungen von 1.758 Fällen zustande. Am Freitag, 22.1., meldete Salzburg 513 Fälle nach.

Die folgende Grafik stellt die Entwicklung der kumulierten Sars-CoV-2-Fälle in Österreich dar.

Wie sich die österreichischen Sars-CoV-2-Fälle auf die Bundesländer aufteilen, sehen Sie in der nächsten Grafik. Punktuell kann es in der Vergangenheit bei allen Zahlen zu Korrekturen gekommen sein, so zum Beispiel bei der Zahl der Infizierten seitens des Landes Salzburg am 21. Juli nach einer "umfassenden Datenüberprüfung" oder bei der Zahl der Toten in Wien am 7. September, als nach einer "historischen Bereinigung für einen Zeitraum beginnend mit Ende März bis Anfang September" zehn neue Todesopfer hinzugefügt wurden, oder auch bei der Zahl der Genesenen, als diese in Kärnten von 14. auf 15. Oktober nach einer "Datenbereinigung" wieder leicht gesunken ist.

Nachfolgend finden Sie eine Liste der österreichischen Bezirke, geordnet nach der Sieben-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele neu registrierte Fälle in der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner und Einwohnerinnen verzeichnet wurden. Dadurch werden Bezirke mit unterschiedlicher Einwohnerzahl vergleichbar.

Die bestätigten Fälle international

Die Erfassung von Covid-19 ist international unterschiedlich und hängt zudem von den Testkapazitäten und -strategien eines Landes ab. Auch wird nicht systematisch registriert, ob Behörden die Übersterblichkeit erfassen, also nur Personen, die ohne Covid-19 nicht verstorben wären, oder ob alle nach positiver Testung Verstorbenen als Covid-19-Todesfall gelten – unabhängig davon, ob der Tod mit oder ohne Covid-19 eingetreten wäre. Die weltweiten Zahlen gehen auf das Dashboard der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität zurück.

Hinweis: Diese Darstellung wurde mit 19.2. auf tägliche Werte von weltweiten bestätigten Fällen und Verstorbenen umgestellt

Wie sich die bestätigten Infektionsfälle und Todesfälle in den einzelnen Staaten entwickeln, können Sie der folgenden Grafik entnehmen. Wechseln Sie zwischen den Ansichten, um Gesamtzahlen und tägliche Anstiege im Wochenschnitt zu vergleichen. Weitere Staaten können Sie über die Suchfunktion ergänzen.

Effektive Reproduktionszahl in Österreich

Zurück zu Österreich: Die effektive Reproduktionszahl (R) gibt an, wie viele andere Personen eine mit Sars-CoV-2 infizierte Person durchschnittlich ansteckt. Ein Wert von 1 entspricht einem gemäßigten Ausbreitungstempo. Solange der Wert über 1 liegt, erhöht sich die Ansteckungszahl exponentiell, liegt er langfristig unter 1, führt das zum Aussterben einer Seuche.

Mitte März stand R in Österreich noch um oder knapp über 3 und erreichte in der zweiten Aprilhälfte den bisherigen Tiefstwert von 0,54. Den aktuellen österreichweiten Wert sehen Sie in der folgenden Grafik auf einen Blick, die Bundesländer sind über die Dropdown-Liste abrufbar.

Zahl der durchgeführten Tests in Österreich

Die Entwicklung der bestätigten Ansteckungsfälle hängt nicht nur davon ab, wie viele Personen zu einem Zeitpunkt tatsächlich infiziert sind, sondern auch davon, wie viel getestet wird. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 in Österreich.

Hinweis 7.1.: Vor dem 2.1.2020 wurden in die Gesamtzahl der Testungen neben PCR-Tests in Ausnahmefällen auch Antigen-Tests aufgenommen. Diese wurden am 3.1. im Rahmen einer Datenbereinigung aus der Zählung entfernt, lassen sich aber rückwirkend nicht auf einzelne Tage datieren. In der Grafik bleiben diese – im Verhältnis zur Gesamtzahl wenigen – Tests deshalb weiterhin enthalten. Ab dem 4.1. stellt die Zeitreihe nur mehr PCR-Testungen dar.

Die Ausschläge in der oberen Grafik mit außergewöhnlich vielen Testergebnissen an einzelnen Tagen gehen oft auf Korrekturen zurück: zum Beispiel eine Nachmeldung von negativen Ergebnissen kleiner Labore am 2. April, eine Nachmeldung von Mehrfach- und Querschnittstestungen aus Tirol (20. Juli), eine "Datenbereinigung" in Wien (1. Februar 2021) und eine Nachmeldung von PCR-Testungen aus Wien (6. Februar 2021).

Als Testpositivrate wird der Anteil der positiven Tests an allen durchgeführten Tests bezeichnet. Seit September werden die Indikatoren zur Risikoeinschätzung durch die Corona-Kommission veröffentlicht und diese enthalten eine wöchentliche Testpositivrate.

Hinweis 8.1.: Für KW 53/01 gibt es keine Testpositivrate, da laut Ages "mit Ausnahme des Landes Wien aktuell keine validen Testzahlen vorliegen, da es zu umfangreichen Nachmeldungen von Antigentests in der ersten Jänner-Woche kam, die sich auf frühere Zeitpunkte beziehen".

Hospitalisierung und Fälle nach Altersgruppen

Die folgende Grafik zeigt die Gesamtzahl der zu einem gegebenen Zeitpunkt aktuell hospitalisierten Covid-19-Patientinnen und -Patienten, aufgeschlüsselt nach jenen auf Intensivstationen und jenen in regulären Spitalsbetten.

Der nächsten Grafik kann entnommen werden, auf welche Altersgruppen sich die positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Menschen in Österreich verteilen, inklusive Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner).

Impfungen gegen das Coronavirus

Am 27. Dezember sind in Österreich die ersten Menschen gegen Sars-CoV-2 geimpft worden. Die erste Person, die hierzulande das Vakzin von BioNTech/Pfizer erhalten hat, war eine 84-jährige Pensionistin. Hier dokumentieren wir den Fortschritt der Impfkampagne in Österreich.

Covid-19-Todesfälle in Österreich

Wie alt die Menschen waren, die in Österreich an Covid-19 gestorben sind, sehen Sie in der folgenden Grafik. Vier von fünf Verstorbenen waren älter als 74 Jahre.

Hinweis: Bei den früher aufgeschienenen Todesfällen von Personen mit Alter unter fünf Jahren handelte es sich laut Behördenvertretern um Fehler in den zugrunde liegenden Daten. Der zuletzt verbliebene Todesfall in dieser Kategorie wurde mit der Veröffentlichung am 10.12. korrigiert.

Was diese Anzahl an Todesfällen im Vergleich zu den vergangenen Jahren bedeutet, lässt sich aus der Sterbefallstatistik der Statistik Austria erahnen. Vergleicht man die jährlichen Sterberaten ab dem Jahr 2000, so war der bisherige Höhepunkt der Grippewelle 2016/17 geschuldet. Dieser Höchstwert wurde nun in der Corona-Pandemie in der 47. Kalenderwoche 2020 überschritten (hier pro 100.000 Einwohner).

(kies, mcmt, dy)