Frische Probleme mit dem Contact Tracing.

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Eine Idee fand nach dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie rasch Verbreitung: Man könnte doch einfach die Möglichkeiten moderner Smartphones nutzen, um im Fall des Falles die Kontakte einer infizierten Person warnen zu können. Schnell sollte sich aber herausstellen, dass das alles nicht gar so einfach ist, wie man sich das vorstellte. Frühe Versionen wiesen eine kaum funktionstüchtig zu nennende Form des Contact Tracings auf, mit dem Einstieg von Apple und Google in die Thematik wurde die Lage zwar besser, technische Hürden verblieben aber weiterhin.

Defekt

Damit ist die Pannenserie aber offenbar noch nicht zu Ende, der neueste Eintrag: Benutzer der deutschen "Corona Warn"-App berichten davon, dass das Contact Tracing nach dem Update auf iOS 14 nicht mehr richtig funktioniert. So sei zum Teil die Risikoermittlung deaktiviert, und lasse sich in Folge auch nicht mehr einschalten.

Laut den Entwicklern der App ist der Fehler in diesem Fall bei Apple zu suchen. Das Unternehmen hat offenbar bei der Aktualisierung auf die neueste Generation seines Betriebssystems gepatzt. Das heißt im direkten Schluss aber auch, dass nicht nur deutsche Nutzer betroffen sein dürften. Immerhin nutzen auch andere Apps – darunter jene für Österreich und die Schweiz – das selbe Contact-Tracing-Framework von Apple und Google.

Abhilfe

Zumindest gibt es einen Workaround: In den Einstellungen gibt es noch einen Punkt "Begegnungsinformationen teilen", der kurz aus- und dann wieder eingeschaltet werden muss. Danach sollte auch die Risikoermittlung wieder mitarbeiten. Bei wem das auch noch immer nicht funktioniert, der muss die Anwendung zurücksetzen oder gar komplett neu installieren. Daten über aufgezeichnete Kontakte sollten dabei nicht verloren gehen, da diese ohnehin vom Betriebssystem selbst eingesammelt werden. Es kann aber bis zu einem ganzen Tag dauern, bis sie wieder in der App dargestellt werden.

Eine offizielle Stellungnahmen von Apple gibt es zu dem Problem bisher nicht. (apo, 24.09.2020)