Im Nachhinein wohl selbst froh, dass aus dem Deal nichts geworden ist: Elon Musk.

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Apple und Tesla: zwei Firmen, die so manches verbindet. Beide erfreuen sie sich einer äußerst treuen Gefolgschaft, die jede Ankündigung mit großem Interesse verfolgt – und auch nie zu einem anderen Hersteller wechseln würde. Auch der Person Elon Musk wird eine Verehrung zuteil, wie man es sonst gerade noch bei Apple-Gründer Steve Jobs kannte.

Kooperation

Eigentlich müsste man also meinen, dass die beiden Firmen perfekt zusammenpassen würden. Entsprechend gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Spekulationen darüber, ob Apple sich nicht einfach Tesla einverleiben wolle – mit dem Blick auf die Entwicklung selbstfahrender Autos wäre das ein durchaus logischer Schritt gewesen. Solche Spekulationen wurden üblicherweise mit dem Hinweis auf Musks Ego abgetan, das einem entsprechenden Deal im Wege stehen würde. Wie sich nun herausstellt, dürfte es aber anders herum sein: Apples Interesse an Tesla ist enden wollend.

Kein Interesse

Musk habe sich in den "dunkelsten Zeiten" der Modell-3-Produktion direkt an Apple-Chef Tim Cook gewandt, um eine Übernahme von Tesla durch den iPhone-Hersteller zu erörtern. Dies plaudert der Tesla-Chef selbst via Twitter aus. Doch Cooks Antwort sei ebenso knapp wie eindeutig ausgefallen: Der Apple-Chef habe sich mit Musk nicht einmal treffen wollen, um die Optionen zu besprechen.

Auch wenn Musk keinen genauen Zeitraum nennt, ist bekannt, dass Tesla in den Jahren 2017 und 2018 mit massiven Problemen bei der Fertigung des Model 3 zu kämpfen hatte, was so weit ging, dass der Firmengründer viele Aufgaben persönlich übernahm und eine Zeitlang schon fast in der Fabrik wohnte und dort übernachtete.

Schnäppchen

Ein bisschen Schadenfreude kann sich Musk dabei übrigens nicht ersparen. So reibt er Apple unter die Nase, dass Tesla damals geradezu ein Schnäppchen gewesen wäre. Der von ihm vorgeschlagene Verkaufspreis habe gerade einmal ein Zehntel des aktuellen Werts des Elektroautoherstellers betragen.

Gleichzeitig ist aber natürlich längst nicht gesagt, dass aus dem Deal überhaupt etwas geworden wäre. So ist in der Elon-Musk-Biografie von Ashlee Vance die Geschichte überliefert, dass Musk einige Jahre zuvor bereits mit Google-Gründer Larry Page einen Deal ausverhandelt hatte, in dessen Rahmen dieser Tesla hätte übernehmen sollen. Schlussendlich wurde daraus dann aber nichts. (red, 23.12.2020)