In Nigeria fanden seit Dezember bereits zehn Massenentführungen von Schulkindern statt (Symbolbild).

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Abuja – In Nigeria haben bewaffnete Angreifer rund 150 Schulkinder entführt. Die Attacke auf eine Internatsschule im Bundesstaat Kaduna habe sich in der Nacht ereignet, teilte ein Gründer der Schule am Montag mit. Die Angreifer hätten die Sicherheitsleute der Schule überwältigt und die Kinder in einen Wald verschleppt, erklärte die Polizei.

Rund 25 Kindern der Bethel Baptist High School sei die Flucht gelungen. Auch eine Lehrerin sei gerettet worden. Insgesamt besuchen rund 180 Kinder die Einrichtung. Es ist bereits der zehnte Angriff mit Massenentführungen von Schulkindern seit Dezember im Nordwesten des westafrikanischen Landes.

Immer wieder Entführungen

In Nigeria werden immer wieder Kinder und Jugendliche aus Schulen im Nordwesten des Landes entführt, die zum Teil bis heute noch nicht wieder aufgetaucht sind. Die Täter wollen oft Lösegeld erpressen.

Auch die radikal-islamische Gruppe Boko Haram hat schon solche Taten begangen. 2014 hatten die Islamisten im Bundesstaat Borno 276 Schülerinnen entführt. Die meisten von ihnen wurden später von Sicherheitskräften befreit. Rund 100 von ihnen werden allerdings bis heute vermisst. (APA, Reuters, 5.7.2021)