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Die US-Regierung hat ein Treffen mit ranghohen russischen Regierungsvertretern in der kommenden Woche zu erpresserischen Cyberattacken angekündigt. "Wenn die russische Regierung nicht gegen in Russland ansässige kriminelle Akteure vorgehen kann oder will, werden wir selbst Maßnahmen ergreifen oder uns das Recht vorbehalten, Maßnahmen zu ergreifen", sagte Präsidialamtssprecherin Jen Psaki am Dienstag. Details zu dem Treffen waren zunächst nicht zu erfahren.

Weder die russische Botschaft in Washington noch der Nationale Sicherheitsrat der USA reagierten auf Anfragen um Stellungnahmen.

Großangriff

Bei einem der größten erpresserischen Hackerangriffe waren seit Freitagnachmittag weltweit möglicherweise Hunderte Firmen attackiert worden. Für die betroffenen amerikanischen Firmen sei aber offenbar nur "minimaler Schaden" entstanden, sagte US-Präsident Joe Biden nach einer Unterrichtung durch Berater.

Für die Attacke wird die Hackergruppe REvil verantwortlich gemacht, deren Spuren nach Russland führen sollen. REvil soll das Desktop-Management-Tool VSA des Anbieters Kaseya gekapert und ein schadhaftes Update aufgespielt zu haben, das Kunden des Tech-Management-Anbieters infiziert. (APA, 7.7.2021)