Foto: AP/Kane

Die australische Künstlerin Thea-Mai Baumann betreibt schon seit 2012 ein Instagram-Konto, auf dem sie Fotos von sich und ihrer Arbeit teilt. Zumindest tat sie das so lange, bis Facebook seinen Namen änderte: Am 2. November, kurz nachdem sich der Konzern in "Meta" umbenannt hatte, wurde ihr Account gesperrt, berichtet die "New York Times".

Baumanns Username: "Metaverse". Groß war der Account nicht, sie zählte weniger als 1.000 Follower, als das geschah. Begründet wurde die Blockade von der Plattform damit, dass die Künstlerin sich als "jemand anderes" ausgeben würde. Zuvor hatten mehrere unbekannte Personen angeboten, ihr den Account-Namen abzukaufen.

Erfolglose Anfragen

Der Versuch, ihre Identität bei Instagram zu verifizieren, blieb fruchtlos: Wochenlang reagierte niemand auf ihre Anfragen. Sie erwog, einen Urheberrechtsjuristen einzuschalten, verwarf das aber aufgrund der hohen Kosten wieder.

Letztlich hatte die Geschichte ein gutes Ende: Einen Monat nach Baumanns erster Anfrage – die unbeantwortet blieb – stellte auch die "New York Times" eine Presseanfrage, in der sie von Meta wissen wollte, warum das Konto gesperrt ist. Daraufhin entschuldigte sich ein Sprecher des Konzerns. Zwei Tage später war das Konto wiederhergestellt, inklusive dem ursprünglichen Namen. Baumann will das Erlebte in einem Kunstprojekt umsetzen. (red, 14.12.2021)