Das eingepackte Weltraumteleskop (hier ein Foto aus dem November) hat offenbar Kommunikationsprobleme, weshalb der Start erneut um mindestens zwei Tage verschoben wurde.
Foto: NASA/Chris Gunn/Handout via REUTERS

Vielleicht klappt es mit einem Start zu Heiligabend: Erneut kommt es zu Verzögerungen beim Start des neuen Weltraumteleskops "James Webb". Dies liege an technischen Problemen, wie die Nasa und der Raketenhersteller Arianespace mitteilten. Neuer Starttermin ist demnach frühestens der 24. Dezember.

Bisher war geplant, dass das Gemeinschaftsprojekt der Weltraumbehörden Europas, der USA und Kanadas am 22. Dezember vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana abheben sollte. Zuvor hatte es schon etliche Verschiebungen gegeben, zuletzt aufgrund von ausgelösten Vibrationen.

Neue Informationen ab Freitag

Das Team arbeitet der Nasa zufolge aktuell an einem "Kommunikationsproblem" zwischen Teleskop und Trägerraketen-System, weitere Details wurden nicht genannt. Daher ist der ehestmögliche Starttermin der Rakete mit der Teleskopsonde nun der 24. Dezember. Am 17. Dezember sollen neue Informationen zum Startdatum bekanntgegeben werden.

Das Teleskop soll 1,5 Millionen Kilometer weit in den Weltraum fliegen. Bis es dort ankommt, wird es etwa vier Wochen dauern. Mit dem Teleskop wollen Wissenschafterinnen und Wissenschafter mehr über das frühe Universum lernen. Sie hoffen auf einen Blick zurück in das Weltall kurz nach dem Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren. "James Webb" wird Nachfolger des Weltraumteleskops "Hubble", das seit mehr als 30 Jahren im Einsatz ist. (APA, red, 15.12.2021)