Impfung
Malaria stellt in Afrika insbesondere für kleine Kinder ein großes Gesundheitsrisiko dar.
AP

Yaounde – In Kamerun hat am Montag die weltweit erste Impfkampagne gegen Malaria begonnen. Als einer der Ersten erhielt in einem kleinen Krankenhaus in der Stadt Soa ein sechs Monate altes Baby die Spritze gegen die Tropenkrankheit. Krankenschwestern sangen dazu und feierten den Beginn der Impfkampagne in ihrem Land. Das Krankenhaus in Soa ist eines von vielen Impfzentren, die in dem afrikanischen Land mit seinen 28 Millionen Einwohnern eingerichtet wurde.

247 Millionen Infektionen 2021

Den Beginn der Impfkampagne gegen Malaria hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Vorfeld als "historische Etappe" im Kampf gegen die vor allem in Afrika auftretende Krankheit bezeichnet. Malaria wird von Parasiten verursacht, die von der Anophelesmücke übertragen werden. Die Krankheit stellt in Afrika ein großes Gesundheitsrisiko insbesondere für kleine Kinder dar, zumal immer häufiger Resistenzen gegen gängige Malaria-Medikamente auftreten.

2021 wurden weltweit 247 Millionen Malaria-Infektionen gezählt, 619.000 Patienten starben. 95 Prozent der weltweiten Infektionen und 96 Prozent der Todesfälle wurden in Afrika registriert. (APA, 22.1.2024)