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Max Raabe wird als Deutschlands fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2019 ausgezeichnet.

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Max Raabe wird im Mai als Deutschlands fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2019 ausgezeichnet. Nicht von einem Pimperlverein, sondern vom deutschen Bundesministerium für Verkehr.

Raabe als Radbotschafter ist spannend: Der Kopf des Berliner Palast-Orchesters erreicht schließlich auch Nichtradfahrer und entspricht so gar nicht dem immer noch gängigen Klischee des "Hardcoreradlers": perfekte Manieren, stets im Anzug.

Immer und überall

Doch, das passt zum Rad, erklärt der 55-Jährige dem Magazin "Aktiv Radfahren": "Ich fahre das ganze Jahr über mit dem Fahrrad, außer bei starkem Regen oder Glatteis." Und zwar überall: "Wenn ich auf Tour bin, leih ich mir ein Fahrrad und erkunde die Stadt. In Washington saß ich einen ganzen Tag im Sattel." Nicht nur dort: "In Wien hatte ich außerhalb der Stadt hinter mir ein Rentner-Ehepaar. Ich fuhr sehr schnell, aber die alten Herrschaften waren mir dicht auf den Fersen. Nach einiger Zeit war ich komplett mit den Nerven runter, weil ich es nicht schaffte, sie abzuhängen. Als ich bemerkte, dass sie E-Bike fahren, gab ich mich schließlich geschlagen."

Byrnes "Bicycle Diaries"

Musiker auf dem Rad gibt es öfter: David Byrne erkundete so in den 80er-Jahren die Tourneestädte seiner Talking Heads. Seine "Bicycle Diaries" sind ein Klassiker der Radliteratur.

Radbuchpläne von Max Raabe sind bis dato keine bekannt. Aber bis Mai ist ja noch Zeit. Vielleicht fällt bis dahin ja auch der österreichischen Verkehrspolitik eine "Radpersönlichkeit" ein. Obwohl Andreas Gabalier in einer anderen Liga spielt. (Thomas Rottenberg, 30.1.2019)