Mehr Passagiere gebucht als Sitzplätze im Flugzeug frei? Diese Vorgangsweise ist in der Branche gang und gäbe.

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Wien – Weil die Billigairline Easyjet einen Flug überbucht hatte, wurde per Zufallsprinzip eine dreijährige Engländerin aus Chester zum Zurückbleiben ausgewählt. Die Fluglinie teilte der Familie des Mädchens am Flughafen von Palma de Mallorca mit, dass ihre Tochter den Flug nicht antreten dürfe. Das berichten mehrere Onlinemedien.

Flüge zu überbuchen ist in der Branche nichts ungewöhnliches. Da zumeist gebuchte Passagiere nicht zum Abflug auftauchen, werden mehr Tickets als verfügbare Sitzplätze verkauft. Mitunter geht diese Strategie jedoch nicht auf – dann müssen entweder Freiwillige gesucht werden, die gegen eine finanzielle Entschädigung auf den Flug verzichten, oder der Zufallsgenerator sucht wie im vorliegenden Fall eine Person aus.

Das Los traf dann die Dreijährige, obwohl Kinder oder gebrechliche Personen davon eigentlich ausgenommen sind. Easyjet erklärte dies mit einer Panne im automatischen Auswahlsystem. Schließlich durfte die ganze Familie mit an Bord. (red, 27.6.2019)