Neues Update, neue Probleme. Das Mai-Update von Windows 10 kann Probleme mit VPN-Verbindungen auslösen, wie "Heise" berichtet. Ursache ist, dass der Remote Access Connection Manager (RASMAN) nicht mehr funktioniert. Dieser bestimmt, wie sich der Computer mit dem Internet verbindet.

Stattdessen erscheint die Fehlermeldung "0xc0000005", in der Ergebnisanzeige (Systemsteuerung – Verwaltung – Ergebnisanzeige) zusätzlich die Anwendung "Ereignis-ID 1000" mit den Verweisen "svchost.exe_RasMan" und "rasman.dll". Betroffen sind jene Administratoren, welche die Telemetriedatenerfassung für das System manuell abgeschaltet, also auf 0 gesetzt haben. Davon betrifft es aber nur Always On VPN-Verbindungen.

Microsoft hat den Fehler bereits eingestanden. Das US-Unternehmen arbeitet an einer Lösung, die man für Ende Juli erwartet. Bis dahin gibt's eine Übergangslösung.

Windows 10 hat ein Update-Problem.
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Übergangslösung

Windows 10 schickt regelmäßig Diagnosedaten an Microsoft. Offiziell, um das System laufend zu stabilisieren. Skeptiker munkeln, ob das Unternehmen damit nicht auch persönliche Nutzerdaten sammelt. Und als Übergangslösung sollen Nutzer nun genau diese Telemetriedatenerfassung manuell wieder einschalten.

Das geht via Registry-Eintrag oder Gruppen-Richtlinie. In Ersterem muss man zum Schlüssel "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\ Policies\Microsoft\Windows\DataCollection" kommen und den DWORD-Wert AllowTelemetry von 0 (disallow) auf die Werte 1 ("einfach"), 2 ("erweitert") oder 3 ("vollständig") umstellen.

Bei Gruppenrichtlinien gibt man gpedit.msc ein, um zu "Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Datensammlung und Vorschauversionen\" zu gelangen. Auch dort stellt man auf "Telemetrie zulassen". Ein Systemneustart schließt beide Vorgänge ab. (red, 5.7.2019)