Košice, Slowakei

Košice, die zweitgrößte Stadt der Slowakei, war 2013 europäische Kulturhauptstadt und ist möglicherweise die schönste kleine Stadt, von der man noch nie gehört hat. Der historische Kern blieb auch in der Zeit des Kommunismus nahezu unverändert erhalten. Nahezu alle Sehenswürdigkeiten liegen in einem fünfeckigen Gebiet, die wichtigsten nacheinander wie Perlen aufgefädelt inmitten der sich zum linsenförmigen Platz weitenden Hauptstraße: die Michaelis-Kapelle, die um 1900 leider brutal, also neugotisch, renoviert wurde; der Urbansturm aus dem 14. Jahrhundert mit dem eigenartigen Arkadenumgang; der hochgotische Elisabeth-Dom mit einer Rarität, einer zart gefertigten Doppelwendeltreppe, und dem barocken, weithin sichtbaren Turm von 1776; sowie das historistische, kuppelbekrönte Theater.

Foto: Getty Images/iStockphoto/milangonda

Cork, Irland

Irlands "zweite Stadt" zeigt sich bei einem Spaziergang entlang der Flaniermeile St. Patrick's Street von ihrer Schokoladenseite. Im English Market kann man sich mit allerlei Spezereien für ein Picknick im Fitzgerald's Park eindecken. Cork ist außerdem der ideale Ausgangspunkt für Entdeckungstouren entlang der wildromantischen Küste der Grünen Insel: Im Westen locken die Cliffs of Moher, und im Süden erwartet einen Mizen Head, der südlichste Punkt Irlands.

Oder man besucht das Hafenstädtchen Cobh. Von dessen Pier brachen Millionen Auswanderer in eine neue Welt auf. Genau hier gingen auch 123 Menschen an Bord zweier Barkassen, die diese letzten Passagiere der Titanic am 11. April 1912 zu dem Unglücksdampfer schipperten.

Foto: Getty Images/iStockphoto/Joel Carillet

Krakau, Polen

Die ehemalige Kulturhauptstadt Europas bietet Gästen eine optimale Mischung aus Kultur, Natur und Sehenswürdigkeiten. Ideal ist ein Besuch in der Nebensaison, wenn weniger Touristen unterwegs sind und die bekannten Attraktionen nicht so überlaufen sind. Ein absolutes Highlight in Krakau ist die Salzmine Wieliczka, deren Tunnelanlagen Reisende im Rahmen einer Tour erkunden können. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Besuch der zahlreichen Secondhand-Kleiderläden und ein Abstecher ins Jüdische Viertel. Wer im Sommer vor Ort ist, findet Abkühlung in der Zakrzowek-Lagune inmitten der Stadt.

Foto: Getty Images/iStockphoto/Marcin_Kadziolka

Chișinău, Moldau

Touristen haben die Hauptstadt der Republik Moldau kaum auf dem Radar. Gerade deshalb lohnt sich ein Städtetrip nach Chișinău. Denn Menschenmassen wird man hier nicht vorfinden. Bekannt ist Moldau vor allem für Wein, Wein und noch mehr Wein. Der wächst dort dank idealer klimatischer Bedingungen besonders gut. Wer also schon immer davon geträumt hat, mit dem Auto durch einen Weinkeller zu fahren, ist auf dem Weingut Mileştii Mici goldrichtig. Tief unter der Erde gelegen, listet ihn das Guinness-Buch der Rekorde als den größten Weinkeller der Welt. Bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt ist außerdem der Zentralmarkt der Stadt mit unzähligen Händlern, die von Haushaltsgeräten über landestypische Speisen bis hin zu Kleidung alles für den täglichen Bedarf anbieten.

Foto: Getty Images/iStockphoto/frimufilms

Porto, Portugal

Eine klassische "Second City" ist Porto. Erreichbar ist die Stadt mit dem Zug. Von Lissabon aus sind es rund drei Stunden. Mit einer kleinen Standseilbahn kann man die alte Stadtmauer Muralha Fernandina hinauffahren. Vor dort hat man einen schönen Ausblick über die Stadt – auch die markante Brücke Dom Luís I. rückt ins Blickfeld. Das hügelige Stadtzentrum mit farbenfrohen Fassaden lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die beeindruckende Architektur der Casa da Música soll angeblich Joanne K. Rowling für den einen oder anderen Ort ihres "Harry Potter"-Universums Pate gestanden sein. Natürlich kann man sich auch das eine oder andere Gläschen – no na – Portwein gönnen.

Foto: Getty Images/iStockphoto/rusm

Bergen, Norwegen

Im Sommer, wenn die Sonne kaum untergeht, geht's in Norwegens zweitgrößter Stadt rund. Man hat den Eindruck, ganz Bergen ist auf den Beinen, um möglichst viel von der hellen Jahreszeit zu haben. In der Hafenstadt mit den bunten, historischen Häusern kann man diverse Museen besuchen, frischen Fisch essen, Fjorde erkunden und mit einer Standseilbahn auf den Berg Floyen hinauffahren und einfach die Aussicht genießen.

Foto: Getty Images/iStockphoto/imv

Rotterdam, Niederlande

Eine weitere typische "Second City" ist Rotterdam. Ob ihres riesigen Containerhafens ist sie die wichtigste Hafenstadt Europas und bietet schon deshalb viel maritimes Erbe. Aber auch die moderne Architektur ist beeindruckend. Zu erwähnen wären hier beispielsweise die Kubuswoningen. Mit dem Museum van Boijmans Beuningen findet man hier auch das älteste Museum der Niederlande. Ein weiteres Highlight – nicht nur für Foodies – ist die Markthalle (Foto), Markthal.

Foto: Getty Images/haveseen

Valencia, Spanien

In Spanien pilgern Städtereisende jedes Jahr zu Tausenden nach Barcelona. Eine wachsende Anzahl von Einheimischen steht den Touristen aber zunehmend ablehnend gegenüber. Eine gute Alternative ist Valencia. Die Stadt verfügt über eine schöne Innenstadt mit feiner Jugendstil-Architektur. Und lange Strände gibt es vor den Toren Valencias ebenfalls. Nicht zuletzt punktet die Stadt durch erstklassige Museen und eine kreative Kunstszene. (red, 22.7.2019)

Weiterlesen:

Wo sich Stadt und Strand am besten kombinieren lassen

Foto: APA/AFP/JOSE JORDAN