Der Rubjerg-Knude-Leuchtturm stand knapp 120 Jahre lang in Jütland an der Westküste Dänemarks. Nun wurde er umgesiedelt, weil die Küste zunehmend erodiert und das Gebäude keinen sicheren Halt mehr hatte.

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Das Fundament wurde vorab mit Stahlträgern verstärkt. Dann wurde der 700 Tonnen schwere Koloss auf Rollelemente auf Schienen gestellt und mittels Hydraulikpressen 80 Meter landeinwärts versetzt. Hunderte Schaulustige beobachteten das Spektakel.

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Nach sechs Stunden war der spektakuläre Umzug am Dienstag auch schon wieder vorbei. Ursprünglich waren zehn Stunden dafür veranschlagt worden. Gemanagt wurde die Aktion von einem Maurermeister aus der Umgebung, der dafür 700.000 Euro verlangte. Gemeindevertreter hoffen nun sogar, dass sich um die veranschlagten Kosten jetzt auch noch ein neuer Anstrich für den Turm ausgehen wird.

Internationale Unternehmen, die ebenfalls konsultiert worden waren, hätten für das Versetzen des Turmes laut Medienberichten ein Vielfaches verlangt.

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Auf den Leuchtturm angewiesen sind die Schiffe schon lange nicht mehr. Der Betrieb wurde 1968 eingestellt. Heute ist der denkmalgeschützte Turm ein Wahrzeichen der Region. (red, 24.10.2019)

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