Jair Bolsonaro will die staatlichen Beteiligungen in Brasiliens Wirtschaft zurückfahren. Das soll vor allem gegen Korruption wirken

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Brasília – In Brasilien will die Regierung in diesem Jahr umgerechnet rund 33 Milliarden Euro (150 Milliarden Real) durch den Verkauf staatlicher Beteiligungen erlösen. Der Schwerpunkt soll auf Töchtern der Energie-Holding Centrais Elétricas Brasileiras liegen, wie Privatisierungsminister Salim Mattar am Dienstag vor Journalisten sagte.

Ziel sei es, die Zahl der Firmen, an denen der Staat beteiligt ist, auf rund 300 zu verringern. Ende vergangenen Jahres seien es noch 624 gewesen. Der Verkauf der staatlichen Postgesellschaft werde wahrscheinlich erst gegen Ende kommenden Jahres erfolgen.

Präsident Jair Bolsonaro will, dass sich die öffentliche Hand als Wirtschaftsakteur zurückzieht. Dies soll die Korruption eindämmen und mehr Geld in die Staatskassen spülen. Im vergangenen Jahr erzielte die Regierung umgerechnet elf Milliarden Euro durch Privatisierungen und zwölf Milliarden Euro durch die Veräußerung von Anteilen im Besitz öffentlicher Einrichtungen. (APA, Reuters, 15.1.2020)