Wer sich in Wien ein Lastenrad anschafft, kann nun mit bis zu 1.000 Euro Zuschuss von der Stadt rechnen.

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Wien – Bei der beschleunigten Veränderung des Mobilitätsverhaltens in der Stadt hin zu mehr umweltfreundlichen Transporten setzt Wien verstärkt auch auf das Fahrrad, speziell auf Lastenräder. Nach der Anfang Februar gestarteten E-Lastenrad-Förderung für Betriebe kommen ab April auch Privatpersonen in den Genuss von Fördermitteln, wenn sie sich ein Transportfahrrad zulegen.

Der Kauf von Lastenrädern durch Private soll mit bis zu 800 Euro unterstützt werden. Hat das Fahrrad eine Elektrounterstützung, erhöht sich die Zuwendung auf 1.000 Euro. Maximal werden 50 Prozent des Kaufpreises refundiert. Transportfahrräder sind im Handel ab etwa 1.800 Euro zu haben. Um rund 3.000 Euro bekommt man schon größere Modelle mit E-Motor. Im Zuge der Förderung soll auch die Flotte von Grätzlrad Wien, dem kostenlosen Lastenradverleih der Stadt, aufgestockt werden.

Alternative zum Auto

"Wenn mein Ziel ist, doppelt so viele Öffis und halb so viele Autos zu haben und den CO2-Ausstoß bis 2030 zu halbieren, braucht es Alternativen. Besonders in der Stadt sind Transportfahrräder eine gute Möglichkeit, Lasten emissionsfrei zu transportieren", argumentiert Verkehrsstadträtin Birgit Hebein (Grüne) die Initiative.

Schon einmal hat die Stadt die Anschaffung von Lastenrädern bezuschusst. 2017 wurde im Rahmen einer Transportfahrrad-Förderung für Private und Betriebe der Kauf von insgesamt 322 Transportfahrrädern unterstützt. Am häufigsten nahmen Familien mit Kindern die Förderung in Anspruch. Das sei auch bei der jetzigen Förderaktion die Hauptzielgruppe, heißt es auf Anfrage des STANDARD.

Behaltepflicht von zwei Jahren

Der Förderantrag kann maximal drei Monate nach dem Kauf gestellt werden. Das gilt auch rückwirkend – das heißt, Transportfahrräder, die Anfang 2020 gekauft wurden, können noch zur Förderung eingereicht werden. Geplant ist eine Behaltepflicht von zwei Jahren. (Günther Strobl, 7.2.2020)