Wer war Ihr Liebling?
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"Thank you for being a friend ...". Mehr braucht es gar nicht. Schon bei den ersten Worten des Introsongs, während das Flugzeug noch über den roten Abendhimmel von Miami zieht, ist man gefühlsmäßig mittendrin in der Kultserie "Golden Girls". Es ist eine schöne Vorstellung. In der Pension mit den besten Freundinnen (oder Freunden) in einer Alters-WG leben – vorzugsweise in einer geräumigen Villa in Florida, so wie Dorothy, Blanche, Rose und Sophia, die "WG-Mutter". Vor drei Jahrzehnten erschienen die vier Freundinnen erstmals im deutschen Fernsehen und sind seither praktisch nicht mehr daraus verschwunden. Obwohl die Serie nach sieben Staffeln im Jahr 1992 abgedreht war, findet man sie auch heute immer wieder beim Durchzappen – und freut sich.

Wer kann noch mitsingen?
Steven Brandt

Denn sieht man sich heute die eine oder andere Folge an, muss man feststellen, dass die mittlerweile über dreißig Jahre alte Serie erstaunlich gut gealtert ist. Schon damals griffen die Drehbuchautoren gesellschaftspolitisch auch heute noch relevante Themen wie Rassismus, gleichgeschlechtliche Ehe, Altersarmut, Aids oder Misogynie auf. Ganz abgesehen von der bis heute geradezu revolutionären Tatsache, dass vier Frauen im fortgeschrittenen Alter eine eigene Serie gewidmet wurde, die sie tatsächlich als ausgereifte, interessante Charaktere samt Fehlern, Schwächen und Begehren präsentierte. All das, der intelligente, beißende Humor und die Warmherzigkeit und authentisch wirkende, bei allen Unterschieden unerschütterliche Freundschaft zwischen den vier Frauen, machen die Serie bis heute sehenswert.

Was mochten Sie an den "Golden Girls"?

Und, wie haben Sie abgestimmt? Was mochten Sie besonders an der Serie? Schauen Sie sie auch heute noch? Welche Folge, welche Szene ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben? (aan, 21.9.2020)