Das Weiße Haus in Washington, D.C., ist nicht nur die globale Schaltzentrale der Macht, sondern dient amtierenden Präsidenten und ihren Familien auch als Zuhause der Extraklasse. Es verfügt über 132 Zimmer, darunter 35 Schlafzimmer. Außerdem gibt es einen Swimmingpool, einen Tennisplatz und einen Kinosaal.

Frühere Präsidenten haben hier unverkennbar ihre Spuren hinterlassen: Richard Nixon baute sich eine Bowlingbahn, Barack Obama einen Basketballcourt. Viele frühere US-Präsidenten verbrachten ihre Ferien trotz dieses beachtlichen Freizeitangebots dennoch lieber in luxuriösen Zweitwohnsitzen. Auch nach dem Ende ihrer Amtszeit bewiesen sie ein Händchen für schöne Immobilien. Eine Auswahl.

Was Donald Trump vielleicht demnächst bevorsteht, haben die Obamas schon hinter sich: Sie zogen vor bald vier Jahren aus dem Weißen Haus aus. Erst mieteten sie diese Villa im Stadtteil Kalorama in Washington, D.C. Dann kauften sie das Backsteinhaus, das einst einem Mitarbeiter Bill Clintons gehört hat, um 8,1 Millionen Dollar.

Später erwarben die Obamas auch noch ein Ferienhaus auf Martha's Vineyard im US-Bundesstaat Massachusetts, laut Medienberichten bezahlten sie dafür knapp zwölf Millionen Dollar. Auf der Insel urlaubten vor den Obamas auch bereits die Clintons und die Kennedys.

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2001 – und damit rechtzeitig zu seinem Amtsantritt – wurde die Prairie Chapel Ranch von George W. Bush und seiner Familie in Crawford im US-Bundesstaat Texas fertiggestellt. Die Ranch wurde als "Western White House" bekannt. Hier erholte sich Bush nämlich nicht nur von den Strapazen seines Berufslebens, sondern er empfing auch Staatsgäste wie Wladimir Putin.

Den einen oder anderen Besucher soll er auch zu einer privaten Mountainbiketour eingeladen haben. Der Familie Bush stehen auf ihrem mehr als sechs Quadratkilometer großen Anwesen nämlich auch mehr als 60 Kilometer an Trails zur Verfügung. Heute wird die Ranch nur noch als Wochenendhaus genutzt. Der frühere Präsident lebt mit seiner Frau Laura in der texanischen Großstadt Dallas.

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Auch Bill und Hillary Clinton gingen gegen Ende von Bills Amtszeit auf Immobiliensuche – und wurden in Chappaqua im US-Bundesstaat New York fündig. Hier haben sie ihr eigenes "White House", also ein weiß gestrichenes, historisches Anwesen mit mehr als 4.000 Quadratmetern Grund, gefunden. Da hat auch ein Swimmingpool locker Platz. Für kreative Nachnutzung haben die Clintons auch etwas übrig: In der früheren Scheune (nicht im Bild) sind heute keine Traktoren mehr, sondern der Secret Service untergebracht, der auch bei früheren US-Präsidenten für Personenschutz sorgt.

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Richard Nixon verbrachte während seiner Amtszeit seine Sommer gern in seinem "Western White House" in Kalifornien. Hierher zog er sich auch nach der Watergate-Affäre zurück. Immerhin verfügte sein kalifornisches Zuhause mit 2,2 Hektar Grund und eigenem Strandabschnitt über ein Maximum an Privatsphäre. Das Haus gibt es übrigens nicht nur in Schwarz-Weiß: Vor wenigen Jahren stand das immer noch prunkvolle Anwesen um umgerechnet 54 Millionen Euro zum Verkauf.

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Während seiner kurzen Präsidentschaft nutzte John F. Kennedy das Anwesen seiner Familie, genannt Kennedy Compound, im US-Bundesstaat Massachusetts zur Erholung. Hier wurden auch Staatsgäste empfangen und glamoröse Fotos der Familie geschossen, die um die Welt gingen.

Die frühere First Lady Jackie Kennedy ließ sich viele Jahre später auf der Insel Martha's Vineyard nieder. Ihr Rückzugsort direkt am Meer steht aktuell um 65 Millionen Dollar zum Verkauf. (zof, 3.11.2020)


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