Auf "Fodors' No List" finden sich die Länder, die Touristen im Jahr 2019 nicht besuchen sollten. Die Gründe sind zum Beispiel Sicherheitsprobleme vor Ort, die politische Situation oder der mangelnde Schutz der dortigen Umwelt. Hier die Liste:

Boracay, Philippinen

Die Strände der Insel Boracay gehörten zu den schönsten der Welt, wurden aber dermaßen von Touristen überrannt (auf 35.000 Einwohner kamen 1,7 Millionen Reisende), dass die philippinische Regierung 2018 kurzerhand beschloss, die Insel zu sperren. Es gab zwar mittlerweile ein "Soft Opening", aber erst Ende 2019 soll die Insel wieder ganz geöffnet werden – bis dahin soll der Tourismus auf nachhaltige Beine gestellt sein. Das philippinische Tourismusamt (TCP) jedenfalls ließ mitteilen, dass man sich nicht zu viel erwarten sollte.

Foto: REUTERS/Ronn Bautista

Orte, die gar keine Touristen mehr wollen

Die Einwohner solcher Städte wie Dubrovnik (im Bild), Barcelona oder Amsterdam begegnen Touristen nicht selten mit offener Ablehnung. Heuer kommen neue Destinationen hinzu, die sich dem Massentourismus und der -industrie ausgeliefert fühlen. Etwa die schottische Isle of Skye, die im Verkehr erstickt, oder die Osterinsel, wo die berühmten Statuen in Mitleidenschaft gezogen werden. Bis der Tourismus an diesen Orten besser gemanagt wird, sollte man sich die Frage stellen, ob man überhaupt dorthin muss.

Foto: REUTERS/Marko Djurica

Maya Beach, Thailand

Der Film "The Beach" machte die Bucht so berühmt, dass Touristen in Massen hinströmten und massive Umweltschäden verursachten. Nachdem der Zugang zu der Bucht ab Juni 2018 gesperrt wurde, scheint sich die Natur nun schneller zu erholen als erwartet.

Aber: Das Riff benötige aber immer noch Zeit, um sich vollständig von den Schäden zu erholen, sagte ein Mitarbeiter der Behörde für Nationalparks, Tier- und Pflanzenschutz. Ob und wann die Bucht wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, haben die Behörden bisher nicht bekanntgegeben.

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Myanmar

In Myanmar, einem wunderschönen Land mit reicher Geschichte, geht die Verfolgung und Unterdrückung der ethnischen Minderheit der Rohingya weiter – obwohl es um diese "ethnische Säuberung" (UN) ruhig geworden ist. Die Regierung selbst tut alles dafür, dass darüber nicht berichtet wird, wie die Festnahme von Journalisten bezeugen.

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Ibiza

Die Partyinsel schafft es nicht und nicht aus den negativen Schlagzeilen. Immer wieder ist von Todesfällen unter jungen Partygängern zu lesen. Die Regierung gibt den Feiernden selbst die Schuld dafür, Kritiker sehen allerdings auch die Politik in der Pflicht: Man müsse das Nachtleben strenger regulieren. Die Insel will sich mittelfristig ein neues Image als Familienferienziel zulegen.

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Acapulco

Einst Traumreiseziel vieler, wandelte sich Acapulco schleichend in einen der gefährlichsten Orte der Welt. Mit 103 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohnern zählt die Mordrate in der mexikanischen Stadt zu einer der höchsten weltweit. Polizei, Militär, selbst die Marine sind im Einsatz, um die Gewalt in den Griff zu bekommen. Bisher erfolglos.

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Nicaragua

Mittelamerika zählt prinzipiell nicht zu den sichersten Gegenden der Welt, aber Nicaragua sticht speziell hervor. Dort ist es die Regierung unter Daniel Ortega, die alles dafür tut, das Volk und jede abweichende Meinung zu unterdrücken: Journalisten werden verhaftet, Demonstranten erschossen.

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Virunga-Nationalpark, Kongo

Afrikas ältester Nationalpark Virunga in der Demokratischen Republik Kongo ist atemberaubend ob seiner Landschaft und Biodiversität. Vor allem die Berggorillas haben es Besuchern angetan.

Nun ist es dort 2018 allerdings zu gewaltsamen Vorfällen gekommen – Nationalpark-Ranger wurden von Miliz-Mitgliedern getötet, Touristen gefangengenommen. Das Management des Nationalparks ist dabei, neue Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, und hat den Park für Besucher beschlossen. Aktuelle Infos gibt's auf der Website des Nationalparks.

Die aktuell unübersichtliche Lage im Land und der Ebola-Ausbruch machen das Land zu keinem sicheren Ziel für Touristen.

Weitere Länder auf der Liste sind

  • Rumänien: Vor allem die Korruption im Land bereitet Sorgen und der Umgang der Polizei mit Demonstranten, die zusammengeknüppelt werden.
  • Brasilien: Mit Jair Bolsonaro ist ein Rechtsextremer mit stark faschistischen Tendenzen an der Macht.
  • China: Die chinesische Regierung sperrt Muslime in "Umerziehungslager", wo sie gezwungen werden, Alkohol zu trinken und Schweinefleisch zu essen, berichtet Amnesty International.
  • UK: Auch der Brexit bereitet den Kollegen von Fodor's Sorgen.
  • USA: Zum Schluss soll nicht mit der Kritik am eigenen Herkunftsland gespart werden. So weist Fodor's auf die hohe Rate von Waffengewalt in den USA hin, ebenso auf die Zunahme von Hassverbrechen im Land. (red, 23.1.2019)

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Foto: REUTERS/Kenny Katombe