Die Fußball-EM 2021 findet in elf Städten statt. Damit Spiel- und Essenspläne gut zusammenpassen, haben wir aus den typischsten Gerichten von fünf Austragungsorten ein schnelles Fußballmenü zusammengestellt.

Gazpacho – die erfrischende Suppe aus Sevilla

Einfach, schnell und gesund: Gazpacho Andaluz ist in ihrer Heimat der Star unter den Sommergerichten. In ihrer klassischen Version ist die spanische Suppe ein Zusammenspiel aus Paradeiser, Gurke und Knoblauch.

Zutaten für 1 Liter Suppe:

1 kg reife Paradeiser

1 grüner Paprika

1 Gurke

2 Knoblauchzehen

3 EL Olivenöl, Virgen extra

3 EL Weißweinessig

2 TL Salz

Zubereitung:

Das Gemüse gut waschen und abtropfen lassen.

Die Paradeiser in Würfel schneiden und in den Mixer geben.

Den grünen Paprika vom Strunk trennen, Kerne entfernen, kleinschneiden und zu den Paradeisern geben.

Die Knoblauchzehen schälen und zum übrigen Gemüse hinzufügen.

Gurke schälen und teilen.

Wenn sämtliches Gemüse im Mixer ist, so lange mixen, bis eine sämige Suppe entsteht.

Salz, Essig und Öl hinzufügen und abschmecken.

Im Kühlschrank kaltstellen bis zum Ankick.

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Dolma – Weinblätter mit Veggie-Füllung aus Baku

Dolma ist ein Klassiker der orientalischen Küche und steht für mit Fleisch oder Gemüse gefülltes Gemüse und Weinblätter. Für die EM-Couch haben wir uns für ein fleischloses Rezept entschieden.

Zutaten für 8 Portionen:

80 Weinblätter

250 g Langkornreis

2 Tomaten

1/2 Bund frische Minze

1 Bund frische Petersilie

5 kleine Zwiebel

2 TL Salz

1 TL schwarzer Pfeffer

1/2 TL Zimt

100 ml Olivenöl

3 Zitronen

100 ml Wasser

1 Erdapfel

Zubereitung:

Frische Weinblätter waschen, ein bis drei Minuten in kochendem Wasser blanchieren und auskühlen lassen.

Reis gut spülen, sämtliches Gemüse für die Fülle fein hacken, vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Weinblätter mit den "Venen" nach oben auflegen, Fülle mit TL platzieren, Enden einschlagen und Weinblätter einrollen.

Den Erdapfel in dünne Scheiben schneiden und auf dem Boden der Pfanne auflegen. Die gerollten Weinblätter darauflegen.

Wasser, Olivenöl und Saft der Zitronen mischen und die Weinblätter damit bedecken.

Weinblätter für 35–40 Minuten in zugedeckter Pfanne dünsten.

Die Weinblätter sollten die Flüssigkeit bis zum Anpfiff aufgesogen haben, dann sind sie fertig zum Verzehr.

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Laugenbreze – die Breze zum Würstel aus München

Ausgelaugt sind vielleicht die Spieler nach der EM. Selbst Eingelaugtes wie Brezen als Weißwurstbegleitung ist eine willkommene Stärkung in Zuschauerkreisen.

Zutaten für 8 Brezen:

500 g Weizenmehl

1 Packung Trockengerm

1 TL Salz

300 ml Vollmilch

Für die Lauge:

2 EL Natron

1,5 l Wasser

Zubereitung:

Mehl, Germ, Milch und Salz zu einem Teig verarbeiten.

Teig zugedeckt etwa eine Spielhälfte lang gehen lassen, bis eine ordentliche Wuchtel daraus geworden ist (Teigvolumen hat sich in etwa verdoppelt).

Danach die Masse durchkneten und in acht Stücke schneiden.

Wasser und Natron zum Kochen bringen, köcheln lassen.

Teig zu Würsten ausrollen und Brezen formen.

Ungebackene Brezen für 30 Sekunden in die kochende Lauge tauchen. Abtropfen lassen.

Mit grobem Salz bestreuen, bei 180 °C backen (etwa 30 Minuten), bis die klassische Färbung erreicht ist. Fertig!

Breze, Weißwurst und Bier, das deutsche Trio für die EM.

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Fish and Chips – dieser London Classic passt zu EM und Bier

Heiß, fettig und der britische Klassiker schlechthin: Fish and Chips. Der frittierte Fisch war das erste Streetfood der Nation und beherrscht auch heute noch das Straßenbild. Die Kombination aus Wembley-Stadion, Bier, und frittiertem Fisch ist dabei so etwas wie die Dreifaltigkeit der Fußballliebe.

Zutaten für 4 Portionen:

4 Kabeljaufilets, je 180 g

230 g "Self-raising flour": Weizenmehl, mit 2 TL Backpulver und Salz vermengt

30 g Weizenmehl

Pfeffer, frisch gemahlen

Salz

Frittieröl (Pflanzenöl)

300 ml Lagerbier, kühlschrankkalt

8 große mehlige Erdäpfel

Zubereitung:

Den Ofen auf 120 °C vorheizen.

Das Frittieröl auf 120 °C erhitzen.

Für die Chips die Kartoffeln schälen, schneiden, mit kaltem Wasser abspülen, mit einem Geschirrtuch trocknen und für 8 bis 10 Minuten frittieren.

Das Öl der Chips auf 180 °C erhitzen.

Die Fischfilets in Mehl wälzen, so hält der Bierteig besser.

Für die Panier das Mehl mit dem Lager vermengen, bis ein dickflüssiger Bierteig entsteht.

Die Kabeljaufilets darin wenden und für 8 bis 10 Minuten frittieren, bis der Fisch goldfarben und knusprig gebacken ist.

Fertige Fischfilets im Ofen warmhalten.

Zum Abschluss die Chips, sprich die Erdäpfel, für 2 bis 3 Minuten goldbraun frittieren.

Salzen und servieren.

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Pyshcki – die Sankt Petersburger Antwort auf Donuts

Für den süßen Abschluss geht es ins Venedig des Nordens, Sankt Petersburg. Hier haben die frittierten Zuckerkringel, Pyschki, Tradition. Zwar zum Tee, aber mit Bier geht es auch.

Zutaten:

300 ml Wasser

1 TL Trockengerm

1/2 TL Salz

1 TL Zucker

2 Eier

50 g Butter

500 Weizenmehl

2 TL Frittieröl (pflanzlich)

Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Wasser mit Trockengerm, Salz und Zucker vermengen.

Zerlassene Butter und Eier hinzufügen.

Das Weizenmehl unterheben und rühren, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

Sechs Stunden ziehen lassen.

Masse durchkneten, Pflanzenöl auf der Arbeitsfläche verteilen.

Kugeln formen, flachdrücken und mit den Händen ein Loch in der Mitte machen.

Frittieren, bis sie goldbraun sind (5–7 Minuten).

Mit Staubzucker bestreuen und hineinbeißen. (Nina Wessely, 15.6.2021)

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Gulasch oder Gulyás: Kulturelle Aneignung in der Küche